PLUP - Planet Upcycling

Annekathrin und Frank Metzler

Warum verzichten Sie auf Plastiktüten?

Plastik ist kein besonders schönes Material, vor allem für die Umwelt nicht. Dennoch hat es vor allem im Verpackungsbereich in den letzten Jahrzehnten als günstige „quick & dirty“ Lösung in ganz vielen Bereichen Einzug gehalten. Teilweise ja auch mit sehr positiven Eigenschaften, weswegen keiner sich so wirklich über die Nachteile Gedanken gemacht hat. Da es kein organischer Stoff ist der zerfällt, bleibt es aber nach seiner Entsorgung im Kreislauf und schädigt damit sehr viele Ökosysteme, die letzten Endes unsere Lebensgrundlage sind. Über die Fische aus dem Meer nehmen wir ja schon einen Teil dieses Plastiks wieder als Nahrung zu uns. Freiwillig würden wir wahrscheinlich keine Plastiktüten essen wollen.

Unsere Aufgabe als Designer ist es für Alternativen in diesem Bereich zu sorgen. Die Papiertüte als Alternative mit einem organischen Stoff ist die einfachste Variante. Unser Spezialgebiet ist jedoch das aufwerten von entsorgten, hochwertigen Materialien in denen wertvolle Rohstoffe bereits einmal gebunden sind. Wie zum Beispiel Baumwollen. Wir haben für die Awista in Düsseldorf z.B. aus alten ausrangierten Betttüchern neue Einkaufsbeutel genäht. Damit schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe. Wir vermeiden Plastik, wir nutzen wertvolle vorhandene Materialien und natürlich vermeiden wir dadurch auch sinnlosen Müll.

Wie reagieren die Kunden darauf?

Da unser Geschäftsmodell zum Thema Upcycling ja bereits einer Seite der Müllvermeidung entspringt, geht es für uns natürlich auch um Glaubwürdigkeit. Ja, wir haben Plastiktüten im Laden. Diese wurden aber von einer Künstlerin vor dem Müll bewahrt und dann zu fantasiereichen Skulpturen verarbeitet. Upcycling-Art. Als Verpackungen kommen bei uns nur Papiertüten oder Upcyclingverpackungen in Frage. Wir verarbeiten hierfür z.B. alte Zeitungen u.ä.. Die Kunden schätzen das und sind immer wieder entzückt, wenn sie auf diese Art wieder eine neue kleine Idee sehen. Sie fühlen sich auf eine angenehme Weise inspiriert und genau das wollen wir erreichen. Und an dieser Stelle müssen wir auch mal unsere Kunden loben, da immer häufiger ein Stoffbeutel an der Kasse ausgepackt wird.

Was wäre notwendig, damit Düsseldorf zur ersten Plastiktütenfreien Stadt wird?

Da Düsseldorf eine sehr bunte und lebhafte Geschäftslandschaft hat, müßte man an sehr vielen Rädern drehen. Der Prozess müßte unserer Ansicht nach von oben nach unten gehen. Wenn die Stadtoberen wollen, dass wir Plastiktütenfrei werden, müßten als nächstes Plastiktüten verboten oder mit einer hohen Steuer o.ä. belegt werden und parallel dazu für alle Einzelhändler und Geschäfte Alternativen z.B. in Form der Upcycling Stoffbeutel anbieten. Da wir aber mittlerweile viel zu sehr vernetzt sind und auch große Ketten ihren Standort oder ihre Zentrale hier haben, wird das kaum umzusetzen sein. Also ist ein Bottom-Up Prozess vielversprechender. Je mehr Einzelhändler und Unternehmer sich aus Eigenverantwortung an der Aktion „Plastiktütenfreies Düsseldorf“ beteiligen, um so mehr wird sich bewegen. In Flingern gibt es übrigens ohnehin schon sehr sehr wenig Plastiktüten

PLUP – Planet Upcycling

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